Die Kirchgemeinde Gsteig-Interlaken engagiert sich für BFA durch Information,
Aktion und Geldsammlung. Ziel für 2012: CHF 50’000.–
Folgende drei Projekte unterstützt die Kirchgemeinde 2012 (bitte anklicken):
Designermode aus Armenvierteln - Heilsarmee

In Pakistan ist das Phänomen der Landflucht besonders ausgeprägt. Viele Menschen, die in der Stadt ihr Glück suchen, sind landlose Arbeiter und verarmte Kleinbäuerinnen. Sie verfügten nicht über die nötigen Geräte, das Saatgut oder den eigenen Boden, um die Ernährung ihrer Familie sichern zu können. So versuchen sie sich als Lohnarbeitende und ziehen in die städtischen Ballungsräume in der Hoffnung auf Arbeit.
Für schlecht qualifizierte Arbeitskräfte sind die Löhne entsprechend tief und die Arbeits- und Lebensbedingungen schlecht, sofern sie überhaupt Arbeit finden. Entsprechend hoch sind Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung in den Elendsvierteln an den Stadträndern. So müssen auch die Kinder als billige und fügsame Arbeitskräfte oft schwere körperliche Arbeit leisten, da die Familien ohne ihr Einkommen kaum überleben können.
In Pakistan leben 17% der Bevölkerung mit weniger als 1 $ pro Tag, nur rund die Hälfte der Bevölkerung kann lesen und schreiben. Regierung und Verwaltung haben es bis jetzt nicht geschafft, das Problem der Landflucht in den Griff zu be- kommen.
«Sally Ann» ist ein Konzept der Heilsarmee für den gerechten Handel und gleichzeitig ein europäisches Designlabel. Das Ziel von «Sally Ann» ist eine effiziente, profitable und internationale Kooperation zwischen dem reichen Norden und dem armen Süden, um die Armut mit ihren Auswirkungen zu bekämpfen und die Menschen in ihrer Würde zu achten.
In Pakistan beschäftigt «Sally Ann» rund 200 Menschen in Armenvierteln. Unter fairen und menschenwürdigen Arbeitsbedingungen stellen sie Textil- waren und Stickereien für das Label her. Zusammen mit Designern und Geschäftsleuten aus Norwegen wurden die Produkte an den Europäischen Markt angepasst, um die Nachfrage zu sichern.
Schwerpunkt des Projekts ist es, die Selbständigkeit der Arbeitenden zu stärken, damit sie mit ihren Fähigkeiten und Ressourcen aus eigener Kraft ihren Lebensunterhalt bestreiten und langfristig sichern können.
Projektland Bolivien - Mission 21

Bolivien gehört zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas. Politisch destabilisieren Auseinandersetzungen zwischen Hoch- und Tiefland sowie zwischen städtischer und ländlicher Bevölkerung die Einheit des Landes.
Die Beteiligung der indigenen Bevölkerung an politischen Entscheidungen trägt hingegen Früchte, z. B. in Form des nationalen Entwickungsplans, welcher Interkulturalität, Biodiversität, biologische Landwirtschaft und fairen Handel fördert.
Folgende Projekte werden von Mission 21 in Bolivien unterstützt:
- La Paz: Kirchliche und soziale Basisarbeit, IELB
- La Paz: Theologie im interkulturellen Dialog, ISEAT
- Mocomoco: Integrale Entwicklungszusammenarbeit, PIM
- Caranavi: Alternative Produktion für Kleinbauernfamilien
- El Alto: Frauenhaus Suma Jakaña
NEU: Bauernfamilien im Niger - HEKS

Bauernfamilien auf dem Land stärken
Die Menschen im westafrikanischen Sahelland Niger stehen vor grossen Problemen. Es mangelt an vielem: dem Zugang zu sauberem Trinkwasser, dem Zugang zu Bildung und einer funktionierenden Gesundheitsversorgung. Krankheiten und Mangelernährung sind die Folgen, unter denen vor allem Kinder leiden. Niger wird immer wieder von Dürreperioden heimgesucht, die die ländliche Bevölkerung in Hungerkrisen stürzen.
Mehr als 44 Prozent der unter fünfjährigen Kinder sind untergewichtig. 85 Prozent der BewohnerInnen müssen mit weniger als zwei Dollar pro Tag über die Runden kommen. Im Human Development Index der UNO liegt Niger auf Rang 167 von 169. HEKS und seine Partnerorganisationen unterstützen die ländliche Bevölkerung in Tahoua, einer der ärmsten Regionen von Niger. Die Projekte verbessern und sichern die Existenzgrundlage von armen Bauern- und Viehhalterfamilien und leisten Überlebenshilfe in Dürreperioden.
Das HEKS-Programm Niger setzt Arbeitsschwerpunkte in der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe in der Region Tahoua. Ziele sind die Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktion und deren Vermarktung sowie der Zugang zu und der nachhaltige Umgang mit Ressourcen.
HEKS finanziert folgende Aktivitäten: Viehwirtschaft, bewässerter Gemüseanbau in der Trockenzeit, Trinkwasserversorgung, dörfliche Ernährungszentren für Kleinkinder, Betreiben von Getreide- und Tierfutterbanken, Gewinnung von Acker- und Weideland, Massnahmen gegen Erosion und Frühwarnsysteme bei Dürreperioden.
Begünstigte sind sehr arme Familien, insgesamt etwa 57‘000 Frauen, Kinder und Männer aus 106 Dörfern und Streusiedlungen.
www.bfa-ppp.ch
www.oekumenischekampagne.ch
Weitere Hilfswerke
HEKS
Mission 21
Christoffel Blindenmission
Rehaswiss
Bär & Leu
